25 Jahre Stiftung Kunsthalle

     

    Der Stiftungsrat freut sich, Ihnen die vierte Version des Werksverzeichnisses unserer Sammlung vorlegen zu dürfen. Diese umfasst nunmehr 150 qualitativ hochstehende Kunstwerke von insgesamt 57 international anerkannten Künstlerinnen und Künstlern. Dank der Zuwendungen der 55 Stifterinnen und Stifter verfügt die Stiftung auch im 25. Jahr des Bestehens über ein Budget von rund Fr. 130 000.– für Ankäufe. Damit konnte der konsequente Aufbau einer bedeutenden Sammlung von Gegenwartskunst im Gesamtwert von mittlerweile mehreren Millionen Franken erfolgreich fortgesetzt werden. Kunstmuseum, Kunsthalle und Stiftung Kunsthalle arbeiten dabei Hand in Hand, liegt doch die Auswahl der anzukaufenden Werke in der Verantwortung des Direktors der Kunsthalle, jedoch immer in Absprache mit dem Direktor des Kunstmuseums.

       

    Aus unserer Sammlung von Gegenwartskunst wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Ausstellungen (Don’t look now im KMB, Hypovereinsbank München, Wien und Ljubljana) Werkgruppen und einzelne Werke gezeigt, so dass sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland die Sammlung Präsenz zeigte und das Profil geschärft werden konnte.

    Die Bestände der Stiftung Kunsthalle Bern bilden gemeinsam mit verschiedenen Sammlungen und Schenkungen von Gegenwartskunst, die dem Kunstmuseum Bern anvertraut sind (rund 3000 Werke), ein beträchtliches Potential für die künftige Museumsarbeit. Wichtig ist, dass die Stiftung Kunsthalle Bern ihre Werke zwar dem Kunstmuseum zu Ausstellungszwecken überlasst, aber Eigentümerin bleibt.

    Nachdem die Stiftung im Jahr 1987 unter dem damaligen Direktor der Kunsthalle Ulrich Loock und dem da maligen Präsidenten der Stiftung Beat Jordi ihre Arbeit aufnahm, gaben sich seither Bernhard Fibicher als dessen Nachfolger und wiederum Philippe Pirotte als zwischenzeitlich dritter Kunsthalle Di rek tor seit Bestehen der Stiftung die Hand. Mit allen dreien war die Zusammenarbeit nicht nur im Sinne der Sammlung äusserst fruchtbar, sondern und darüber hinaus im erweiterten Kontext sehr wert voll und inspirierend. Dialoge mit den Künstlern, Sammlern wie auch intensive Diskussionen mit dem Stiftungsrat und dem Kunstmuseum und dessen Direktor Matthias Frehner trugen dazu bei, nicht nur die Stiftung, sondern auch die Kunsthalle, das Kunstmuseum, Künstler und Sammler im wahrsten Sinne zu bereichern. Zum Jahreswechsel 2012 wird Fabrice Stroun als neuer Direktor seine Arbeit aufnehmen und damit eine neue Ära einläuten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und danken allen Stiftern und Freunden für die fortgesetzte Unterstützung.

    Der Stiftungsrat ist weiterhin bemüht, den Kontakt zwischen den Stifterinnen und Stiftern sowie Künstlerinnen und Künstlern durch informative Veranstaltungen, Ausstellungsbesuche und Kunstreisen zu fördern, im Sinne einer lebendigen Kunstszene für die «Gegenwart / Bern».

    Jobst Wagner

    Präsident der Stiftung Kunsthalle Bern