Events & letzte Ankäufe

     

Michael Krebber (*1954 Köln)

Michael Krebber (*1954 in Köln, lebt in New York) führte viele Jahre ein Doppelleben als Gerücht. Er leistete diesem Schillern Vorschub, indem er wenig bis gar nichts von sich zeigte. Ab einem bestimmten Moment zeigte der Maler ein bisschen mehr, doch ging es dabei um die Frage, wie viel ein Künstler zeigen soll.

     

Stefan Burger (*1977 Müllheim/Baden)

Nicht wenige Künstler*innen suchen seit einiger Zeit den Widerstand des Materials. Ihre Suche scheint nicht allein der Flucht aus der Langeweile angesichts der allzu vertraut gewordenen Oberflächen einer digital geprägten Welt geschuldet.

     

Ull Hohn (*1960)

Ull Hohns erste Ausstellung mit in New York hergestellten Arbeiten, die Abschlusspräsentation am Whitney ISP 1988, markiert das Ende seiner künstlerischen Ausbildung.

     

Michaela Eichwald (*1967 Berlin)

Mit ihren über fünf Metern Länge setzen Michaela Eichwalds (*1967, lebt in Berlin) Collagen Knotti Times I und Knotti Times II (beide 2013) zu ihrer Erfassung einerseits Distanz, andererseits Nähe voraus. Bearbeite Zeitungsausschnitte, – darunter ein Cover der Zeitschrift Text + Kritik von 1975, Hochzeitseinladungen oder eine Seekarte aus der DDR sind zusammen mit Fotografien oder Fotokopien älterer Werke und Textpassagen auf Papieruntergrund geklebt und malerisch verbunden.

     

Leidy Churchman (*1979)

In seinem Video Painting Treatments (2010) führt Leidy Churchman (*1979, lebt in New York) gemeinsam mit den Künstlern MPA und Anna Rosen Gesten der Malerei aufliegenden Körpern aus. Die Aktionen sind zuweilen energisch, erotisch und ruppig.

     

Shimabuku (*1969)

Wie Voltaires Candide durchstreift Shimabuku die Welt, begegnet anderen Menschen und der Natur, und macht poetische, witzige und faszinierende Erlebnisse. Jedes seiner Werke erzählt die Geschichte einer unwahrscheinlichen Begegnung, einer Überwindung von Grenzen zwischen Staaten, Spezies und Zuständen. 

     

Lena Henke (*1982)

Die Stiftung Kunsthalle Bern kaufte mit Geburt und Familie eine grossformatige PVC-Fahne von Lena Henke an, die als Teil der Ausstellung Revelry an der äusseren Rückwand der Kunsthalle Bern und dem angrenzenden Garten zugewandt installiert wurde. Die Fahne zeigt ein leeres Bassin, das die Künstlerin benutzte, um eine Auswahl an Tischskulpturen von ausschliesslich männlichen modernen Meistern – von Matisse bis Man Ray – zu arrangieren.

     

Shirana Shahbazi (*1974)

Die durch die Stiftung Kunsthalle Bern angekaufte Arbeit von Shirana Shahbazi zeigt zwei Mädchen, aus flachem Winkel von unten fotografiert. Das ältere Kind, die Haare flatternd im Wind, steht aufrecht da und blickt die Betrachterin trotzig an. Das jüngere Kind dagegen wendet uns gedanken verloren den Rücken zu. Die Körnung der Fotografie, ihre saturierten Farben und der Stil der Mädchenkleider erschweren eine Datierung der Szene – wenn da nicht das kaum sichtbare iPhone in der Hand des älteren Mädchens wäre. Das Poster zu einem New-Wave-road-movie, das aber nicht unbedingt im Westen spielen muss und ganz bestimmt nicht aus den Sechzigerjahren stammt.

     

Vittorio Brodmann (*1987 Ettingen)

Man ist in einer Welt, wo sollte man sonst sein. Aber ist man wirklich in ihr? Oder ist man nicht immer schon dabei, sie zu verlassen? Und während man aus ihr hinausläuft, bewegt man sich doch gleich wieder in sie hinein.